#3/2016: Zu Besuch bei den Mamas!

Es ist ein schönes Gefühl, die Mamas wieder zu sehen – mit guten Neuigkeiten in Gepäck: denn das Projekt Beanie.at *fairknits* geht in die zweite Winter-Runde! Nicht nur meine Augen strahlen, denn jedes Produkte ist etwas Besonderes und hat eine Geschichte. Am Beispiel von Euphemia, Dometila und Nancy will ich euch heute davon erzählen. Lefti und ich waren eingeladen und konnten heute drei Strickerinnen zu Hause besuchen.

Mama Euphemia ist Witwe und lebt mit ihren vier Kindern in einem kleinen Steinhäuschen am Stadtrand von Ayacucho. Als sie vier Jahre alt war, lernte sie das Stricken. Der sichere und fair entlohnte Arbeitsplatz macht sie finanziell unabhängig und ermöglicht ihren vier Kindern eine gute Schulbildung.

Mama Nancy liebt Blumen und strahlt, als sie uns die Türe öffnet. Sie serviert uns Erdäpfel und Käse, ihr typisches Frühstück. Nancy ist eine begabte Strickerin und zeigt uns stolz ihren Arbeitsraum mit dem Tisch zum Messen der Produkte.

Mama Dometila strickt in ihrem Strickzimmer am Dach ihres Hauses als wir sie besuchen. Der Raum wurde eingerichtet, um die Wolle vor Staub und Küchengerüchen zu schützen. Dometila bevorzugt es, zu Hause zu stricken. Einmal am Tag geht sie zur Qualitätskontrolle in die Stadt.

Wer weiß die Geschichte hinter den T-Shirts und Pullis, die wir tragen? Die Geschichte hinter meinen Produkten erzähle ich aber gerne. Die schön gestrickte, weiche Mütze, sie sichert einen fair entlohnten Arbeitsplatz für Mama Nancy, Mama Euphemia und Mama Dometila. Sie bringen all ihr Handwerksgeschick, ihr Herz und ihre Erfahrung ein um wunderbare Mützen, Stirnbänder und Ponchos zu stricken. Denkt also das nächste Mal ganz fest an die vielen Handgriffe, den Strickraum mit Sicht über die Dächer Ayacuchos und die stolzen, unabhängigen Frauen in Peru.

Alles Liebe und bis bald - das nächste Mal einem Bericht vom Baby-Alpaka Kuscheln :)
Susi


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